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gingerglue
Wenn das Argument ist, dass man nicht wissen kann, wieviel Öl da noch ist, dann kann das Argument ja nur sein, dass eben die Wissenschaft hier viel mehr weiß, als er sich offensichtlich vorstellen kann.
Eine Analogie könnte sein: ein alter Bauer kann über Erfahrung einschätzen, wieviel Korn in sein Lager passt. Ein Kind oder ein Schuster kann das (noch) nicht.
Der Lehrer in Pakistan hat vielleicht sein Bestes gegeben – unter dem Einfluss seiner Kultur (weiß ja nicht, wie die da drin stehn) kann also nicht alles wissen.

Und eigentlich müsste man mit dem Erklären von ganz vorne anfangen. Wie die Welt aufgebaut ist, Erdgeschichte, wie Erdöl entsteht. Das ist uns so selbstverständlich mit gefühlten 5 Runden Plattentektonik im Gymnasium.
Aber wenn es schon am Wörterbuch scheitert… dann hat A entweder das Potenzial, sich neues Wissen mit der Zeit anzueignen, oder es bleibt eben beschränkt. Das wäre schade, aber da hülft ja leider auch kein Zorn.

Das kann ich mir schon vorstellen, dass das ein ziemlicher Kulturschock ist, wenn die Welt plötzlich so vielfältiger auf allen Ebenen ist, als das, was man zuhause gelernt hat.

Und vielleicht kann man auch erklären, dass es vielen Menschen auch so geht wie ihm und denken „immer gab es Erdöl“. Und viele Menschen wollen so weitermachen wie bisher und deshalb den Wissenschaftlern nicht glauben. Aber wem würde A. eher glauben, wieviel Korn im Speicher ist: dem Bauern oder dem Schuster?

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Schweinderl